Eine Ode an das Ausruhen.

"In einer Kultur, in der Erschöpfung als Statussymbol betrachtet wird, braucht es Mut, Ja zum Ausruhen und zum Spielen zu sagen." (Brené Brown)

 

So absurd es auch klingt, wenn man darüber nachdenkt, so schwer ist es von der Hand zu weisen - wir sind so konditioniert auf unser Hamsterrad, unsere innere Unruhe, das Streben nach wir wissen gar nicht was, dass wir es fast verlernt haben einfach mal nichts zu tun, zur Ruhe zu kommen.

 

Oder? Hand aufs Herz - wann war denn das letzte Mal einfach nur rumstehen oder -sitzen oder -liegen? Einfach nur da sein und nichts tun? Kann ich mich daran erinnern? Wann habe ich zum letzten Mal in die Stille gelauscht? In den Himmel geschaut? Dem Treiben rund um mich herum einfach nur beigewohnt?

  • Diese Ruhe brauchen wir. Weil sie uns gut tut.. Weil wir darin Auftanken können. Weil unser Verstand darin mal Pause vom zweckorientierten Denken machen kann. Weil unser Körper bis in die Zellen (aus) atmen kann.
  • Weil Ruhe (am besten in einem Rahmen, in dem wir uns sicher fühlen), den inneren Raum öffnen kann, in dem Impulse der Heilung und der Kreativität in uns entstehen.
  • Weil es Ruhe braucht, um auch die leiseren Stimmen in uns wahrnehmen zu können, die Stimme in unserem Bauch, in unserem Herz, Intention, Impulse der Freude, Tagträume...
  • Ruhe ist nötig, um in unser Sein zu kommen, uns selbst zu spüren, unsere Kraft, unsere Kreativität, unsere angebundene Weisheit.
  • Wenn wir uns erlauben, zur Ruhe zu kommen, darf das gleichermaßen kontrollierende, wie unkontrollierte Wachbewusstsein mal Pause machen, die Schätze und Ressourcen des Unter- und Unbewussten können aufsteigen und mit ihren Bildern zu ganz neuen Ideen und Perspektiven beitragen.

Kennst du die Archetypen der gut ausgeruhten Frau und des ausgeruhten Mannes?

Die voll ruhiger Kraft und Freude verbunden mit ihren Quellen sind? Die wissen, dass sie darauf vertrauen können, dass Impulse zum Handeln sich zur rechten (Kairos)  Zeit einstellen werden und dass es mehr als in Ordnung ist, dazwischen einfach zu sein, zu ruhen, zu träumen, sich zu erbauen und erfreuen? Bei uns gibt es sie gerade beinahe nicht, diese beiden wichtigen Archetypen.

 

Deshalb - lasst uns mit Freuden nichts tun, innehalten, Pause machen. Momente im Alltag etablieren, die ganz der gut erholten Frau und dem gut erholten Mann in uns gewidmet sind. Wege ausprobieren, wie wir zu ihnen finden, sie besser kennenlernen, immer mehr in unsere Leben einladen können.
Klingt das nicht nach einer zauberhaften Revolution?